Lernhaus
Die Tagesschule Lernhaus befindet sich nur wenige Schritte vom Bahnhof Brugg entfernt. Ihre Räume sind im Metrongebäude.
Das Lernhaus ist eine kleine und verbindliche Schule. Jugendliche im Alter von 11 – 17 Jahren werden hier in ihrem Lernen und Wachstum begleitet. Das Ziel ist der Antritt einer Lehre oder der Übertritt in eine weiterführende Schule.
Eltern wollen, dass ihr Kind lernt, mehr lernt.
Eltern wollen, dass ihr Kind eine ungebrochene Zeit an der Oberstufe verbringt.
Eltern wollen, dass ihr Kind den Sprung schafft.
Eltern wollen, dass ihr Kind glücklich ist.
Die Schüler kommen nach der Primarschule zu uns, oder sie wechseln während der Oberstufe aus verschiedenen Gründen ans Lernhaus.
Sei es, dass sie neu aufstarten wollen, sei es, dass sie Schutz brauchen, sei es, dass die Verantwortlichen eine strukturierte Tagesschule suchen. Immer braucht es vor allem eines: Einen geordneten, geschützten Raum und ein verbindliches Du der Lehrer.
Eltern, hauptsächlich aus dem Kanton Aargau, aber auch verantwortliche Stellen aus Gemeinden und Kanton melden Schüler vom 6. bis zum 10. Schuljahr an der Privatschule Lernhaus an.
Viele der Kinder, die zu uns kommen, sind erschöpft – auch von der Schule erschöpft. Einige gar wollen da nicht mehr hin. Einige dürfen auch nicht mehr hin. Dazwischen die, die man wie auch nennt? Viel Intelligenz geht in Verteidigung und Ablenkung, Verweigerung, Störung.
Während für viele Schüler die Schule natürlich kein Problem ist – mag das die Mehrheit sein.
‚So nicht mit mir‘, sagen die anderen, indem sie nichts sagen. Oder wenig sagen, oder auffällig werden. Oder sich einschliessen. Oder die Faulheit patentieren. Die Familien beginnen mitzuleiden.
Jeder Jugendliche ist eine enorme Herausforderung – kein Kind ist dem anderen gleich. Rezepte? Sicher gibt es unverbrüchliche Grundhaltungen, mit denen wir unseren Jugendlichen begegnen.
Es ist gut, zu lernen – es ist auch schön, Leistungen zu vollbringen. Es ist gut, mit anderen zusammen zu sein, wenn du dich dabei nicht verlierst. Es ist gut, voranzukommen und zu wachsen. Es ist gut, sich an Regeln zu halten, wenn sie Sinn machen. Es ist gut, etwas zu wissen. Es ist gut, wenn jemand an dich glaubt. Es ist gut, zu lachen. Es ist gut, belastbar zu werden, arbeiten zu können. Es ist gut, sich überwinden zu können. Es ist gut, wieder auf dem Weg zu sein.
Ein ungeheurer Druck lastet auf den Kindern heute.
Immer mehr, immer besser. Bereits hat die Gesellschaft nun die Diskussion zum Frühchinesisch eröffnet. Denn die Kinder müssen dabei sein, wenn es dann soweit ist. Sind nun Pädagogen einfach Vollstrecker? Mal das, dann wieder das, dann dies auf keinen Fall mehr …
Es ist die ganze Zeit Frühling in der Bildungslandschaft – und gleichzeitig soll geerntet werden. Ein ungeheurer Druck lastet auf den Pädagogen heute, die den Druck für die Lernenden erträglicher machen möchten.
Grundlage unserer Arbeit ist ein christlich-humanistisches Gedankengut, in welchem das Leben des Einzelnen verträglich neben dem des Anderen einhergeht, in einer Welt, für deren Zukunft wir Mitverantwortung wahrnehmen.
